Aktuelles aus der Praxis

(Noch) im Gleichgewicht

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Der «Autotransporter» wurde durch die Polizei Kanton Solothurn angehalten und am Anhalteort stillgelegt. Es handelt sich um einen sogenannten «Welaki», welcher seinem Namen in keinster Weise gerecht wird.

Die  dem «Welaki» zu Grunde liegenden Begriffe wurden in soweit erfüllt, dass sowohl das «Wechseln» – «Laden» als auch das «Kippen» vorgenommen wurden, wenn auch nicht dem eigentlichen Sinn entsprechend. Das Fahrzeug und dessen Einrichtungen ist für Muldentransporte ausgelegt. Die Anforderungen und Einrichtungen für Autotransporte sind nicht vorhanden.

Bei diesem Transport war schon der Beginn eine Katastrophe. Es soll ein geeignetes Fahrzeug mit geeigneten Hilfsmitteln verwendet werden. Bereits dieser Grundsatz wurde nicht eingehalten und hätte schon dazu führen müssen, dass das Schrottauto gar nicht aufgeladen wird.

Das Schrottauto war insofern befestigt (von einer Ladungssicherung will ich hier gar nicht sprechen), als dass an der Hinterachse ein Haken für «Unterstützung» sorgte und mittels Drahtseilen, die an den A-Säulen durch die Kabine geführt wurden, das Auto «gehalten» wurde.

Das Fahrzeug ist komplett ungeeignet für diesen Transport. Es hat keinen geeigneten Aufbau. Es besteht in keine Richtung Formschluss. Das Transportfahrzeug (Welaki) ist nicht mit geprüften Zurrpunkten versehen. Der Fahrer hat keine geprüften Zurrmittel verwendet. Beim Auto wurden die Drahtseile durch den Innenraum geführt und niemand kann einschätzen, welcher Belastung die A-Säulen standhalten.

Ausserdem ist der Teleskop-Ausleger teilweise ausgefahren, was bei der Fahrzeughöhe (Unterführungen) berücksichtigt werden muss.

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Dieser Transport wurde vor allem mit dem Glauben an viel Glück durchgeführt. Es wird schon nichts passieren und bisher hat es immer geklappt. Nur, ist Glück der richtige Weg

 

 

 

Polizei Kanton Solothurn
Fw Heim G.